Verhaftungsloses Handeln

Verhaftungsloses Handeln

Für meine Prüfung zum Yogalehrer musste ich einen Vers aus der Bhagavad Gita zitieren und kommentieren. Welchen Vers ich dabei wählte war mir mehr oder weniger freigestellt. So wollte ich zunächst den Zufall entscheiden lassen und schlug einfach irgendeine Seite auf. Dies führte aber auch nach mehrmaligen Versuchen nicht zum gewünschten Erfolg. Entweder waren die Verse zu lang, zu kurz oder mir einfach unverständlich oder aber sie widerstrebten mir zutiefst. Also ging ich dazu über, mir die Gita einfach mal genauer anzuschauen und mir einen Vers zu suchen, der zum einen kurz genug war, um ihn mir merken zu können und mich zum anderen auch inhaltlich ansprach. Dabei kamen dann einige in die engere Wahl, ich entschied mich dann aber letztlich für den folgenden:

Daher tue ohne Verhaftung stets das, was getan werden muss; denn durch verhaftungsloses Handeln erreicht der Mensch das Höchste. (III.19)

Mir ist dieses Zitat heute wieder in den Kopf gekommen, während ich mit meinem „inneren Schweinehund“ zu kämpfen hatte und mir wurde dabei bewusst, dass dieses Tier keine Chance mehr hat, wenn ich das, was ich tue, als Karma Yoga praktiziere. Eine Haltung des Gleichmuts hilft, meine Aufgaben mit leichterem Herzen anzugehen. Dabei bin ich bei der Durchführung nicht gleichgültig, denn Karma Yoga heißt auch: Während ich mit etwas beschäftigt bin, bringe ich mich mit meiner gesamten Achtsamkeit ein und handle nach meinen besten Fähigkeiten.

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